Ein Anschreiben als Quereinsteiger muss drei Fragen beantworten, die bei Bewerbern mit passender Ausbildung niemand stellt: Warum wechselst du? Was kannst du schon, das hier zählt? Und wie schließt du die Lücke? Nenne dafür einen konkreten Auslöser für den Wechsel, belege zwei bis drei übertragbare Kompetenzen mit Situationen aus deinem bisherigen Job und zeig mit Weiterbildung, Praktikum oder Ehrenamt, dass du schon angefangen hast. Für den fehlenden Abschluss entschuldigst du dich nicht – du erklärst ihn in einem Satz.
Was ist beim Anschreiben als Quereinsteiger anders?
Aufbau und Form bleiben gleich – Details stehen im Ratgeber zum Anschreiben-Aufbau. Anders ist die Aufgabe: Wer eine passende Ausbildung hat, muss zeigen, dass er gut ist. Du musst zuerst zeigen, dass du überhaupt passt, obwohl dein Lebenslauf eine andere Geschichte erzählt.
Quereinstieg ist dabei kein Exot. Laut einer Bitkom-Befragung von 855 Unternehmen ging 2025 gut jeder vierte IT-Job (27 %), der in den zwölf Monaten vor der Befragung besetzt wurde, an Quereinsteiger. Und die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit zählte für 2025 157 Berufe mit Fachkräfteengpässen, am stärksten in Pflege- und Gesundheitsberufen; gesucht werden auch Erzieherinnen und Erzieher.
Diese Fragen stellt sich der Personaler beim Lesen:
| Frage des Personalers | Was du lieferst | Wo im Anschreiben |
|---|---|---|
| Warum will jemand aus einem anderen Beruf ausgerechnet hierher? | Konkreter Auslöser und was du seitdem getan hast | Einleitung |
| Kann die Person die Aufgaben trotzdem? | Zwei bis drei übertragbare Kompetenzen mit Beleg | Hauptteil |
| Wie aufwendig wird die Einarbeitung? | Weiterbildung, Praktikum, Lernbeispiel aus dem alten Job | Hauptteil |
| Ist das eine Phase oder ein echter Wechsel? | Langfristiges Ziel, Einstiegsbereitschaft, Angebot zum Probetag | Schluss |
Wechselmotivation glaubwürdig erklären
An der Wechselbegründung scheitern die meisten Quereinsteiger-Anschreiben. Entweder fehlt sie, oder sie klingt nach Flucht: „Ich suche eine neue Herausforderung.“ Das sagt nichts darüber, warum du in diesen Beruf willst. Glaubwürdig wird die Motivation mit drei Sätzen:
- Auslöser: Ein konkretes Erlebnis oder eine Aufgabe, die dich auf den neuen Beruf gebracht hat.
- Beweis der Ernsthaftigkeit: Was du seitdem getan hast – Kurs, Praktikum, Hospitation, Ehrenamt.
- Bezug zur Stelle: Warum genau dieser Arbeitgeber oder diese Aufgabe.
Schwach
Nach zehn Jahren in der Gastronomie suche ich eine neue Herausforderung und möchte mich beruflich verändern.
Stark
Als mein Vater vor zwei Jahren pflegebedürftig wurde, habe ich ihn neben meiner Arbeit im Restaurant mitversorgt – und gemerkt, dass mir diese Arbeit liegt. Im Sommer habe ich deshalb zwei Wochen in einem Pflegeheim hospitiert und mich danach entschieden.
Sprich darüber, was dich am neuen Beruf anzieht, nicht darüber, was dich am alten stört. Lag zwischen altem Job und Neustart eine Phase der Neuorientierung, erklärst du sie kurz im Lebenslauf – siehe Lücke wegen Neuorientierung.
Übertragbare Kompetenzen finden und belegen
Übertragbare Kompetenzen (englisch Transferable Skills) sind Fähigkeiten, die du in einem Beruf gelernt hast und im neuen genauso brauchst: Kundengespräche führen, unter Zeitdruck genau arbeiten, Abläufe organisieren. Fast jeder Quereinsteiger hat mehr davon, als er denkt – nur stehen sie in der Sprache des alten Berufs im Lebenslauf.
Deine Aufgabe ist deshalb Übersetzen. Such zu den zwei bis drei wichtigsten Anforderungen der Anzeige je eine Situation aus deinem bisherigen Job, wie bei der Anforderung-Beleg-Methode. Beschreib sie dann mit den Begriffen des neuen Berufs.
| Bisheriger Beruf | Übertragbare Kompetenz | So klingt der Beleg | Passt zum Beispiel zu |
|---|---|---|---|
| Einzelhandel | Kundenberatung, Reklamationen, Warenwirtschaft | „Nachbestellung für eine Filiale mit 4.000 Artikeln verantwortet“ | Büro, Kundenservice, Praxisempfang |
| Gastronomie | Arbeiten unter Zeitdruck, Teamkoordination, Hygiene | „Schichtleitung für sechs Mitarbeitende, Hygienedokumentation geführt“ | Pflege, Logistik, Verkauf |
| Büro und Verwaltung | Software-Einführung, Anwender-Support | „Ansprechpartner bei der Einführung der neuen Buchhaltungssoftware“ | IT-Support |
| Ehrenamt oder Familienzeit | Umgang mit Kindern, Organisation | „Seit drei Jahren Trainerin der U10 im Sportverein“ | Schulbegleitung, Erziehung |
Anschreiben und Lebenslauf müssen dieselbe Geschichte erzählen: Was du im Anschreiben hervorhebst, darf im Lebenslauf nicht unter „Sonstiges“ verschwinden. Wie du Kurzprofil und Stichpunkte neu ausrichtest, zeigt der Ratgeber Lebenslauf anpassen.
Kompetenzen mit KI übersetzen
KI kennt die Begriffe verschiedener Branchen und hilft so beim Übersetzen. Das Risiko: Sie dichtet Erfahrung dazu, die im Gespräch sofort auffällt. Setz deshalb eine klare Grenze:
Hier sind mein Lebenslauf und eine Stellenanzeige aus einem Beruf, in dem ich noch nicht gearbeitet habe. Ordne den drei wichtigsten Anforderungen je eine Situation aus meinem Lebenslauf zu, formuliert in der Sprache des neuen Berufs – oder schreib „kein Beleg“. Erfinde nichts.
Mehr dazu im Ratgeber Bewerbung mit KI schreiben.
Deine Erfahrung, übersetzt für die neue Stelle
Job-Link einfügen: CVFlow erkennt die Anforderungen der Stelle und erstellt Anschreiben und Lebenslauf aus deinem eigenen Profil. Der Fact-Checker markiert Aussagen, die nicht zu deinen Angaben passen – damit aus „fehlt noch“ kein erfundenes „kann ich“ wird.
Anschreiben kostenlos erstellenWeiterbildung, Zertifikate und Förderung
Nichts beantwortet die Frage „Meint die Person das ernst?“ so gut wie ein Schritt, den du schon gegangen bist. Als Nachweis zählen zum Beispiel:
- Kurse und Zertifikate: Volkshochschule, IHK-Zertifikatslehrgang, Online-Kurs mit Abschlussprüfung.
- Praktikum oder Hospitation: Schon ein paar Tage zeigen, dass du den Berufsalltag kennst.
- Ehrenamt und eigene Projekte: etwa im Sportverein oder, in der IT, eine kleine Anwendung, die du zeigen kannst.
Im Anschreiben reicht ein Satz mit Name und Zeitraum. Läuft die Weiterbildung noch, nenn das voraussichtliche Ende.
Welche Förderung es für Weiterbildungen geben kann
Die Agentur für Arbeit kann berufliche Weiterbildung mit einem Bildungsgutschein fördern. Voraussetzung ist laut Arbeitsagentur, dass die Weiterbildung notwendig ist, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden. Übernommen werden können unter anderem Lehrgangs- und Prüfungsgebühren, Fahrkosten und Kosten für Kinderbetreuung; Bildungsträger und Kurs müssen zugelassen sein. Auch Beschäftigte können gefördert werden, meist gemeinsam mit dem Arbeitgeber. Ob das für dich gilt, klärt die Berufsberatung im Erwerbsleben, die auch zu Quereinstieg und Berufswechsel berät.
Ein Weg, den viele nicht kennen: Wer lange genug in einem Ausbildungsberuf gearbeitet hat, kann ohne Ausbildung zur Abschlussprüfung zugelassen werden (Externenprüfung). Voraussetzung ist nach § 45 Absatz 2 Berufsbildungsgesetz in der Regel, dass du mindestens das Eineinhalbfache der vorgeschriebenen Ausbildungszeit in diesem Beruf gearbeitet hast. Ist das dein Ziel, darf es ins Anschreiben – es zeigt, dass du langfristig planst.
Formulierungen: Einleitung, fehlende Erfahrung, Schluss
Einleitung: der erste Satz als Quereinsteiger
In der Einleitung entscheidet der Personaler, ob er deinen fachfremden Lebenslauf ernst nimmt. Neben dem Auslöser (siehe Muster) funktionieren zwei weitere Einstiege:
Mit der Brücke: Sechs Jahre Kundenberatung im Einzelhandel haben mich auf vieles vorbereitet, was Ihre Stelle im Kundenservice verlangt – vom Reklamationsgespräch bis zur Bestellabwicklung. Mit dem ersten Schritt: Im Frühjahr habe ich meinen Abendkurs in Buchhaltung abgeschlossen. Jetzt möchte ich das Gelernte dort einsetzen, wo es täglich gebraucht wird – in Ihrer Auftragsabwicklung.
Vermeide den Einstieg mit dem Defizit („Obwohl ich keine kaufmännische Ausbildung habe …“). Der erste Satz zeigt, was du mitbringst, nicht was fehlt.
Fehlende Erfahrung ansprechen
Der Lebenslauf zeigt die Lücke ohnehin. Sprich sie deshalb einmal im Hauptteil an und verbinde sie sofort mit einem Plan:
| Statt | Besser |
|---|---|
| „Leider habe ich keine Ausbildung in diesem Bereich.“ | „Eine Ausbildung als Pflegefachkraft habe ich nicht. Grundpflege, Lagern und Dokumentieren kenne ich aus der Versorgung meines Vaters und aus meiner Hospitation.“ |
| „Ich bin aber sehr lernbereit.“ | „Wie schnell ich mich einarbeite, hat die Umstellung unserer Kassensoftware gezeigt: Nach zwei Wochen war ich der Ansprechpartner für das Team.“ |
Schluss: Einstieg anbieten
Biete einen Probetag oder eine Hospitation an – das nimmt dem Arbeitgeber das Risiko. Bist du bereit, für den Wechsel auf einer niedrigeren Stufe einzusteigen, darf das hier stehen. Eintrittstermin und Gesprächswunsch formulierst du wie in jedem Anschreiben, ohne Konjunktiv (siehe Schluss im Anschreiben).
Muster-Anschreiben für Quereinsteiger (Büro)
Das Beispiel zeigt den Wechsel aus dem Einzelhandel in die kaufmännische Sachbearbeitung. Alle Angaben sind erfunden. Übernimm die Struktur, nicht die Sätze.
Alex Muster · Musterstraße 12 · 50667 Köln · 0151 2345678 · alex.muster@example.de
Beispiel GmbH
Frau Jana Beispiel
Hauptstraße 1
50670 Köln
Köln, 1. Oktober 2026
Bewerbung als Sachbearbeiter Auftragsabwicklung (m/w/d)
Sehr geehrte Frau Beispiel,
seit ich vor drei Jahren als stellvertretender Filialleiter die Bestellungen meiner Filiale übernommen habe, weiß ich, welcher Teil meiner Arbeit mich wirklich begeistert: Abläufe planen, Lieferungen prüfen und dafür sorgen, dass Zahlen und Bestände stimmen. Genau diese Aufgaben beschreibt Ihre Anzeige – deshalb möchte ich sie zu meinem Beruf machen.
Für Ihre Auftragsabwicklung bringe ich mehr mit, als mein bisheriger Jobtitel vermuten lässt. Ich bestelle wöchentlich für eine Filiale mit rund 4.000 Artikeln im Warenwirtschaftssystem nach, gleiche Lieferscheine mit Rechnungen ab und kläre Abweichungen direkt mit den Lieferanten. Reklamationen löse ich täglich am Telefon und im Laden – hilfreich, wenn bei Ihnen eine Lieferung nicht pünktlich ankommt.
Eine kaufmännische Ausbildung habe ich nicht. Deshalb habe ich im Mai 2026 einen Abendkurs in kaufmännischen Grundlagen und Buchhaltung an der Volkshochschule abgeschlossen, und Excel nutze ich seit Jahren täglich für Bestell- und Dienstpläne. Neue Systeme lerne ich schnell: Bei der Umstellung unserer Kassensoftware war ich nach zwei Wochen der Ansprechpartner für das ganze Team.
Ich kann zum 1. Dezember 2026 beginnen. Gern komme ich vorab für einen Probetag zu Ihnen. Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch.
Mit freundlichen Grüßen
Alex Muster
Absatz eins erklärt den Wechsel, Absatz zwei belegt übertragbare Kompetenzen, Absatz drei spricht die fehlende Ausbildung an und zeigt den Plan.
Checkliste vor dem Absenden
- Der Wechselgrund steht in den ersten Sätzen und ist konkret.
- Jede übertragbare Kompetenz hat einen Beleg: Situation, Umfang oder Ergebnis.
- Die fehlende Ausbildung kommt höchstens einmal vor – mit Plan, ohne Entschuldigung.
- Weiterbildung, Praktikum oder Ehrenamt sind mit Zeitraum genannt.
- Lebenslauf und Anschreiben setzen dieselben Schwerpunkte.
- Das Anschreiben passt auf eine Seite.
Anschreiben für Quereinsteiger: Beispiele nach Beruf
Für häufige Wechselziele jeweils der Kernabsatz, der Wechsel und Kompetenzen verbindet.
Pflege (Pflegehilfskraft)
In zehn Jahren Gastronomie habe ich gelernt, auch in Stoßzeiten ruhig und genau zu bleiben. Seit zwei Jahren versorge ich zusätzlich meinen pflegebedürftigen Vater mit. Bei meiner zweiwöchigen Hospitation im Seniorenzentrum Beispielhof habe ich Grundpflege und Dokumentation im Alltag erlebt – und gemerkt, dass ich genau diese Arbeit machen will.
Tipp: Nenne deine Schichtbereitschaft. Bietet der Arbeitgeber eine berufsbegleitende Ausbildung an, schreib, dass du sie anstrebst.
Büro und Verwaltung
Als Elektriker habe ich zuletzt immer mehr Büroarbeit übernommen: Angebote schreiben, Kundentermine koordinieren, Material bestellen und Stundenzettel für die Abrechnung aufbereiten. Diese Aufgaben möchte ich nun in Vollzeit übernehmen – und kenne die Fragen von Monteuren und Kunden aus eigener Erfahrung.
Tipp: Nenne Programme, mit denen du gearbeitet hast, beim Namen. Ein ausführliches Büro-Muster steht oben.
Verkauf und Einzelhandel
Fünf Jahre im telefonischen Kundenservice haben mir beigebracht, schnell herauszufinden, was ein Kunde braucht, und auch bei Beschwerden freundlich zu bleiben. Diese Stärke möchte ich dort einsetzen, wo ich Kunden direkt gegenüberstehe. Kasse und Warenannahme kenne ich aus einem Minijob in einer Bäckerei.
Tipp: Belege aus dem Kundenkontakt zählen hier mehr als Warenkenntnis.
IT (zum Beispiel IT-Support)
In der Disposition unserer Spedition war ich Ansprechpartner für unser Tourenplanungssystem und habe neue Kollegen darin eingearbeitet. Nebenher habe ich mich in Netzwerktechnik weitergebildet und im August 2026 die Zertifikatsprüfung bestanden.
Tipp: In der IT zählen nachweisbare Praxis und Weiterbildung. In der Bitkom-Befragung gaben 43 % der Unternehmen an, dass ihre Quereinsteiger berufspraktische IT-Erfahrung mitbringen; 26 % nannten IT-Weiterbildungen wie Bootcamps.
Schulbegleitung und Erziehung
Als Mutter von zwei Kindern und seit drei Jahren Trainerin der U10 im Sportverein weiß ich, wie unterschiedlich Kinder lernen und wie viel Geduld und klare Absprachen bewirken. Als Bankkauffrau habe ich gelernt, mich verlässlich mit vielen Beteiligten abzustimmen – so wie eine Schulbegleitung mit Lehrkräften und Eltern.
Tipp: Welche Qualifikation verlangt wird, unterscheidet sich je nach Träger und Bundesland. Nenne Erste-Hilfe-Kurse oder Schulungen, die du hast.
MFA (Medizinische Fachangestellte)
Als Rezeptionistin in einem Hotel habe ich täglich Termine koordiniert, das Telefon betreut und vertrauliche Gästedaten verwaltet. Diese Erfahrung möchte ich am Empfang Ihrer Praxis einsetzen. Medizinische Fachbegriffe lerne ich gerade in einem Abendkurs, den ich im Dezember abschließe.
Tipp: MFA ist ein Ausbildungsberuf. Ohne Abschluss kommen vor allem Stellen am Empfang oder in der Praxisverwaltung infrage, die ausdrücklich Quereinsteiger ansprechen. Strebst du den Abschluss später über die Externenprüfung an (siehe Weiterbildung), sag es.
7 typische Fehler im Anschreiben als Quereinsteiger
- Mit einer Entschuldigung beginnen: „Leider habe ich keine Ausbildung, aber …“ lenkt den Blick aufs Defizit.
- Den Wechsel nur mit Flucht begründen: Was dich am alten Job stört, erklärt nicht, warum du in den neuen passt.
- Eigenschaften ohne Beleg: „Belastbar, teamfähig, lernbereit“ schreibt jeder.
- In der Sprache des alten Berufs schreiben: Fachbegriffe aus Gastronomie oder Handwerk versteht im Büro niemand.
- Erfahrung aufblähen: Ein Online-Kurs ist kein Abschluss, ein Hobby-Projekt keine Berufserfahrung.
- Ein Anschreiben für alle Stellen: Der Bezug zu den Anforderungen muss bei jeder Anzeige neu stimmen.
- Lebenslauf nicht anpassen: Zeigt er die übertragbaren Kompetenzen nicht, wirkt das Anschreiben wie eine Behauptung.
Häufige Fragen
Soll ich als Quereinsteiger ein Anschreiben schicken, wenn es optional ist?
Ja. Beim Quereinstieg erklärt das Anschreiben, was der Lebenslauf nicht zeigt: warum du wechselst und welche Erfahrung trotzdem zur Stelle passt. Ohne Anschreiben sieht der Personaler nur einen fachfremden Werdegang.
Soll ich im Anschreiben erwähnen, dass mir die Ausbildung fehlt?
Ja, in einem Satz und ohne Entschuldigung. Nenne direkt danach, was du stattdessen mitbringst und wie du die Lücke schließt, etwa mit einer laufenden Weiterbildung. Verschweigen bringt nichts, denn der Lebenslauf zeigt es ohnehin.
Wie lang darf ein Anschreiben als Quereinsteiger sein?
Auch beim Quereinstieg höchstens eine Seite. Die Wechselbegründung bekommt zwei bis drei Sätze, der Rest gehört den Belegen für deine übertragbaren Kompetenzen.
Wird eine Weiterbildung für den Quereinstieg gefördert?
Unter bestimmten Voraussetzungen ja. Die Agentur für Arbeit kann mit einem Bildungsgutschein zum Beispiel Lehrgangs- und Prüfungsgebühren übernehmen, wenn die Weiterbildung nötig ist, um Arbeitslosigkeit zu beenden oder abzuwenden. Auch Beschäftigte können gefördert werden. Ob das auf dich zutrifft, klärt ein Beratungsgespräch.
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Quellen: Bitkom: Deutschland fehlen IT-Fachkräfte (Pressemitteilung, 7. August 2025) · Bundesagentur für Arbeit: Engpassanalyse 2025 · Bundesagentur für Arbeit: Bildungsgutschein · Bundesagentur für Arbeit: Weiterbildungsförderung für Beschäftigte · Bundesagentur für Arbeit: Berufsberatung im Erwerbsleben · § 45 Berufsbildungsgesetz.
